Schön, dass du hierher gefunden hast!

Wir befinden uns nun vor dem Eingang zu meiner kleinen Bibliothek, der weiter oben ist. Dort wirst du erste Eindrücke sammeln können, um was für eine Bibliothek es sich hier überhaupt handelt. Du wirst schnell merken, dass das hier keine normale Bibliothek ist. Das soll sie aber auch gar nicht sein. Denn ich möchte, dass du selbst bestimmen kannst, wie sich die Bibliothek für dich gestaltet, was du in ihr finden und für dich mitnehmen kannst. Im Grunde sind dir und deiner Fantasie dabei keine Grenzen gesetzt. Ich möchte einfach nur, dass du dich wohl fühlst und die Bibliothek am Ende deiner kleinen Reise zufrieden verlassen kannst. Wenn du das Foyer betrittst, kann es sein, dass du dich zunächst etwas verloren und womöglich ein wenig unwohl fühlst. Mach dir keine Sorgen, das vergeht spätestens dann, wenn du dich auf den Weg zu den Bücherregalen machst. Dort findest du viele kleine Geschichten, die dich in unbewusste sowie fremde, oder vielleicht sogar bekannte, aber nur ein wenig verblasste, Welten abtauchen lassen. Ich denke, es wird auch für dich etwas dabei sein. Ich wünsche dir viel Spaß in meiner kleinen Bibliothek der Träume.

Foto: © H. & D. Zielske


Gastbeiträge – Lasst uns diesen merkwürdigen Zeitgeist festhalten, indem wir unserer Nachwelt ein paar schöne Geschichten, Gedichte und Gespräche hinterlassen.

Ich habe den Ausgang gefunden. Und es werden weder Seiteneingänge, noch irgendwelche Hintertüren installiert, die es mir ermöglichen hier weiter zu schreiben. Ich muss damit abschließen, um mit etwas Neuem beginnen zu können. Das heißt jetzt aber nicht, dass unsere Reise hier nun endet. Denn das ist ja das Schöne dabei: Jedes Ende ist auch wieder ein Anfang. Und, wie ihr wisst, besteht eine Bibliothek nicht nur aus einem Regal. Ich freue mich auf die anstehenden Aufgaben und vor allem freue ich mich nun auf eure Beiträge. Denn jetzt seid ihr dran! Eure Texte sollen dabei weder meiner Meinung entsprechen, noch sollen meine Texte eurer Meinung entsprechen. Unter Qualität verstehe ich Authentizität. Schreibt mir einfach, wenn ihr eine Idee oder Fragen habt und den Rest besprechen wir dann.

> Das Konzept steht! Weil ich Germanistik studiere, habe ich mich für Gedichte entschieden, da es Menschen schwer fällt sich so auszudrücken, wie man denkt und fühlt. Weil ich Geschichte studiere, soll es authentisch sein, sodass sich jeder ein eigenes Bild davon machen kann. Weil ich Germanistik studiere, habe ich mich für Gespräche entschieden, da es Menschen schwer fällt miteinander zu kommunizieren. Weil ich Geschichte studiere, möchte ich meinen Historiker-Kollegen aus der Zukunft etwas hinterlassen, das sich weder manipulieren, noch niederbrennen lässt. Es ist ambitioniert, aber ich werde zumindest versuchen ein möglichst weites und vielfältiges Bild von unserer Zeit wiederzugeben. Ihr könnt mir bei meinem Unterfangen, diese kleine Bibliothek mit Zeitgeist aufzufüllen, helfen. Es bleibt aber euch überlassen, für welchen Weg und für welche Form ihr euch dabei entscheidet.

PS: Das Wort „schöne“ in der Überschrift zu den Gastbeiträgen bezieht sich zunächst einmal tatsächlich nur auf meine Geschichten. Weil ich halt „Meine Geschichte“ schön finde. Auch wenn sie ab und zu alles andere als schön war. Das soll sie aber auch nicht sein. Ich möchte, dass sie einfach nur authentisch ist. Und das ist sie, auch wenn es nicht immer so leicht war authentisch zu sein. Aber deshalb finde ich sie schön. Was ich dir damit sagen will: Deine Worte müssen nicht „schön“ sein. Sie sollen sein, wie sie sind.